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Schönsittiche

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  Schönsittich (Neophema pulchella)      

Diese Vögel bekamen wegen ihres Aussehens diesen Namen. "Neophema": neuer Ton und "Pulchella": schön, rein. Sie stammen aus den Hügeligen, dicht bewaldeten Gebieten von Südostaustralien und gehören zu der Gattung der Gras- und Prachtsittiche. Sie leben dort in Scharen und lieben auch in der Voliere die Gesellschaft. Vor rund 50 Jahren waren die kleinen Sittiche vom Aussterben bedroht. Der Bestand hat sich aber glücklicherweise wieder erholen können.

Wie auch die anderen Unterarten der Gras- und Prachtsittichen sind die Schönsittiche dämmerungsaktive Vögel, die erst am Spätnachmittag und in den Abendstunden munter werden. Es bleibt noch zu erwähnen, dass der Schönsittich ein sehr verträglicher Vogel ist, der problemlos auch mit anderen friedlichen Arten gehalten werden kann. In großen Zimmervolieren oder einer Gartenvoliere mit Schutzraum fühlen sie sich sehr wohl, sollten allerdings bei feucht-kaltem Wetter lieber ins Haus geholt werden.

Maße, Gewicht und Geschlechtsunterschiede 

Länge: 20-22 cm   Ringsmaß: 4mm  Gewicht: Männchen 34-44 Gramm, Weibchen 38 Gramm

Obwohl sich die Geschlechter hier sehr ähnlich sehen, gibt es doch auffallende Unterscheidungen. Der Hahn ist viel farbintensiver und hat mehr blaue Kopffedern und  zeigt einen rotbraunen Streifen auf der Schulter. An der unteren Seite der Flügel hat er keinen Streifen im Gegensatz zur Henne. Oft kann man diese Unterschiede schon beim Jungtier feststellen, obwohl es der Mutter sehr ähnelt, hat er junge Hahn bereits den Schulerstreifen und den blauen Kopf. Nach ca.6 Monaten verfärben sich die Hähne und bereits im Alter von 1 Jahr sind sie geschlechtsreif. Einige Schönsittiche zeigen eine rötliche Bauchverfärbung die bei freilebenden Neophemas auch festzustellen ist.

Umgebung und Verhalten           

Schönsittiche gehören zu den Grassittichen und leben auf offenen und bewalteten Gebieten, in den Hügeln des Great Dividing Range. Außerdem findet man sie in geschützten Tälern an Wasserläufen und in der Umgegend von Weideland. Sie treten in Paaren oder in kleinen Gruppen von bis zu 30 Tieren auf. In der Freien Natur trinken sie an Wasserstellen nur einmal am Tag, kurz vor Sonnenaufgang. Sonst verbringen sie den Tag mit der Suche nach Nahrung am Boden. In der Voliere ist er ein friedliche Bewohner mit einer angenehme, melodische Stimme die am Spätnachmittag und in den Abendstunden zu hören ist. In der feuchtkalten Jahreszeit ist er jedoch recht anfällig und sollte nicht nach draußen gelassen werden. Als Jungvogel wird er schnell anhänglich und ist wegen seiner dämmerungsaktiven Zeit eine idealer Vogel für Berufstätige.

Nahrung            

Am liebsten fressen Schönsittiche kleine Sämereien von Gräsern und krautartigen Pflanzen. Zusätzlich nehmen sie auch Larven, Insekten und verschiedenes Grünfutter auf. Weitere Informationen, siehe "Nahrung".

                    Beim Sonnenbad!!          wpeA.jpg (7725 Byte)

Brut

Da die Männchen teilweise aggressiv sind (auch den Jungen gegenüber), ist es ratsam diese Vögel paarweise zu halten. Eine Volierengröße von ca.3 Metern wäre sinnvoll. Die Henne bebrütet 18 Tage die 4-7 Eier alleine und wird dabei vom Hahn gefüttert. Nach ca.4 Wochen fliegen die Jungen aus. Erst ca.14 Tage nach dem schlüpfen zeigt der Hahn Interesse am Nachwuchs und beginnt auch sie zu füttern. Sollte der Hahn jedoch die Neigung habe hinter den Jungen herzujagen, so sind sie sofort zu trennen (der Hahn muss aus der Voliere genommen werden). Gerade ausgeflogene Jungvögel sind sehr scheu und neigen zu Panikreaktionen. In vielen Fällen folgt dem Erstgelege bald ein Zweit- und Drittgelege in der gleichen Brutsaison. Es wurde schon mehrmals beobachtet, dass Schönsittiche in kleineren Volieren nicht zu brüten begonnen haben. Sie wurden in eine größere umgesetzt und begannen sofort mit dem Nestbau.

  "Greeny" badet!      Beim Sonnenbad! 

 

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Stand: 02. Februar 2011