Home Nach oben

Lipom

Home

 

Das Lipom (gutartiges Geschwulst oder Tumor)

Ein Bericht über meine Erfahrung die ich an andere Vogelhalter weitergeben möchte:

Leider muss ich feststellen,  dass die heutigen Wellensittich oft an einem Lipom leiden. In vielen Fällen bleibt es unerkannt oder wird als "Fettleibigkeit" abgetan. Jedoch ist es in Wirklichkeit eine falsche Aussage, denn das Lipom wächst, der Vogel jedoch verhungert förmlich dabei. ´Deshalb rate ich persönlich von Diät für den Vogel ab und habe sehr positive Erfahrungen mit einer homöopathischen Kur gemacht, die mir leider bei unserem Maxi noch nicht bekannt war.

Erkennen:

Das Lipom (Fettgeschwulst) ist meist auf der Brust, manchmal auch an anderen Stellen, wie z.B. zwischen den Beinen sitzen kann. Es ist meist eine verschiebbare, abgegrenzte, weiche Stelle (wasserballonartig), die oft kahle Stellen verursachen und unter der Haut gelblich durchleuchten.  Das Geschwür kann eine beachtliche Größe erreichen, so dass der Vogel dadurch in seiner Bewegung beeinträchtigt werden kann. Manchmal kommt es auch zum Bepicken der betroffenen Stelle, wobei es zu dann zu starker Blutung kommen kann. Der Vogel wird kurzatmig und schwerfällig.

Das Lipom entsteht unter anderem durch Hormonstörungen, Verfettung, Bewegungsmangel und durch mechanische Reize. Ebenso gibt man der Leber eine Mitschuld, denn durch falsche Fütterung (zu fetthaltig) leidet diese sehr.

Behandeln:

Füttern sie möglichst vielseitig und vitaminreiches Futter. Geben Sie dem Vogel viel Freiflugmöglichkeit und prüfen Sie ob der Käfig wirklich groß genug ist. (Siehe Ernährung und Käfig-Mindestgrößen)

Homöopathische Mittel die man versuchen sollte, ohne jegliche Garantie:

1x wöchentlich Thuja C200 (5 Globuli) pro Woche ins Trinkwasser (6 Wochen lang) und eine Leberkur mit "Carduus marianus D2" und "Berberis D6", jeweils 5 Globuli im täglichen Wechsel. 

Hierbei ist die Menge des Trinkwassers unwichtig, es muss jedoch darauf geachtet werden, dass das Wasser mit den Mitteln nicht mit eine Metalllöffel (oder anderen metallenen Gegenständen) umgerührt wird, da es sonst "unwirksam" wird.

So habe ich´s gemacht, damit nichts vergessen ging: PDF zum downloaden

 


Zusätzlich kann eine Farbbestrahlung (Farbtherapie) mit gelbem und grünem Licht (Partyglühbirne 15 od. 40W) täglich 10-15 Minuten hilfreich sein, habe ich gelesen, aber nie ausprobiert!!


Leider kam die Info über die homöopathische Kur für unseren "Maxi" zu spät und wir hoffe auf diesem Wege anderen Welli´s mit unserer Erfahrung zu helfen!

Bisher liegt nach Rückmeldungen von betroffenen Vogelhaltern (meiste Wellis) eine fast 95% Verbesserung (Lipom hat sich sehr stark verkleinert, bei manchen Vögeln ist es verschwunden). das gibt mir den Mut immer wieder auftretenden Fragen gerne zu beantworten. Wobei ich immer wieder sagen muss, dass es rein meine Erfahrungen sind die ich hier darstelle und ich in keiner Weise eine medizinische Auskunft erteile. Ich kann nur sagen, was ich tun würde, wenn es mein Vogel wäre, denn auch bei meinen Vögeln hat es bisher immer geholfen und das wünsche ich auch anderen Haltern für ihre Vögel.

Deshalb mein Erlebnis:      "Maxi" meine süßer Hahn zu gesunden Zeiten:

Mein Welli-Hahn "Maxi" (Bild, damals 8 Jahre alt und sonst kerngesund) hatte ein zuerst unerkanntes Lipom zwischen den Beinen. Es wuchs innerhalb von kurzer Zeit so, dass er nicht mehr richtig auf der Stange sitzen konnte. Er plusterte sich auf und war auch sonst ziemlich lustlos. Seine Freunde konnte ihn nicht mehr zum spielen bewegen, aber gefressen hat er völlig normal, nicht mehr und nicht weniger!

Kaum zu vermuten, das Lipom in der Nähe der Kloake!:

Ich ging zum Tierarzt (Papageienspezialist) der mir keine genaue Diagnose sagte, sondern nur fragte, ob wir ihn gleich einschläfern wollen, oder ich noch warten möchte. Ich wartete!

Der zweite Tierarzt sagte mir dann was er hat "Ein Lipom" in unmittelbarer Nähe der Kloake. Es war beweglich, weich, unter der Haut leuchtete es gelblich durch. Man konnte bei Maxi sehr deutlich die Brustknochen ertasten, was bei einem gesunden (evtl. auch wohlgenährten) Welli nicht passieren dürfte. Daher meine Aussage, dass der Vogel trotz Fettgeschwulst verhungert. Das Geschwulst wuchs und der kleine Vogel wurde immer schwächer. Ich merkte richtig, wie er um jede Stunde kämpfte. Aber das Lipom hat die Nahrung geraubt und die Innereien förmlich zerdrückt. Somit war z. B. absetzten von Kot nicht mehr möglich. und auch die anderen Abläufe der Organe waren durch die riesige Größe des Lipom gestört.

Heute bin ich schlauer. Ich würde ihn nicht mehr so lange warte. Zu spät las ich ein Buch in dem homöopathische Mittel genannt wurden das Lipom verkleinern oder den Wachstum stoppen können. Ich besorgte mir die Medikament in der Apotheke, aber für Maxi war es bereits zu spät. Er starb am 13.September 2000 gegen Mittag im Kreise seiner Freunde und seines langjährigen Lebenspartner "Snoopy".

Maxi´s letzte Foto´s: (sichtbar die kahle gelbliche Stelle): _______________________________________________________________________________________________

"Lucy"

"Schnulli" und "Lucy" vor der homöopathischen Kur (Winter 2002):

Bei meinen Patienten handelt es sich ebenfalls um einen türkisen Hahn "Schnulli" und die blaue Henne "Lucy". Bei den Zweien habe ich eine homöopathische Kur mit 1x Thuja C200 (5 Globuli) pro Woche ins Trinkwasser (6 Wochen lang) und eine Leberkur mit "Carduus marianus D2" und "Berberis D6" gemacht.

Ich möchte fast behaupten es hat wahre Wunder bewirkt, denn bei "Schnulli"  habe ich  nachgefühlt und das Lipom (langsamwüchsig) auf seiner Brust ist weg.

"Schnulli" vorher:       "Schnulli" nachher (23.3.03):   

Bei "Lucy" dauerte es ein wenig länger. Sie hat im Februar 2003 Eier gelegt und davon ist ein Küken gekommen. Als sie dann kurz ausgeflogen war habe ich gesehen, dass das Lipom das ursprünglich von der Brust bis zwischen die Beinen runter ging bis auf hängende Haut weg war.

 "Lucy" vorher: "Lucy" mit hängender Haut:   

Als Schlusswort muss ich noch dazu sagen, dass sehr glücklich bin, dass die zwei Welli´s es so gut geschafft haben. Trotzdem ist die homöopathische Behandlung keine "Blitzkur" und es gibt auch keine Garantie dafür, dass sie tatsächlich anspricht. Bei uns war es Glück und trotzdem dauerte es fast 3 Monate bis die Lipome nicht mehr wahrnehmbar waren, obwohl ich bei "Lucy" lange an dem Erfolg gezweifelt habe.

Ich werde weiterhin mal beobachten, ob sich das Lipom auch auf die Kinder überträgt (vererblich ist), denn dann wäre es für mich die Zukunft klar, dass mit "Lipom-Welli´s" nicht gezüchtet wird.

Nachtrag zur Übertragung auf die Nachkommen: Das Lipom ist vererblich!!!

So wie es zur Zeit aussieht sind von Lucys 7 Küken aus 2003 mindestens 3 ebenfalls mit einem Lipom behaftet. Damit steht für mich persönlich fest, dass ein Lipom oder zumindest die Veranlagung zum Lipom vererblich ist!!

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: michaela.geschke@vogelasyl.de 
Copyright © 2007 Vogelasyl - Private Vogelauffangstation
Stand: 02. Februar 2011