Home Nach oben

Ziegensittich

Home

 

 Ziegensittich (Cyanoramphus novaezelandiane) 

Der Ziegensittich stammt in seinem Ursprung aus Neuseeland und lebt dort meist in Wäldern. Er bevorzugt Baumkronen, hält sich aber auch am Boden im Unterholz auf. Auf den baumlosen Inseln dient im seine grünes Gefieder als Tarnung vor Feinden. Nach dem Washingtoner Artenschutz- übereinkommen sind Ziegensittiche schutzbedürftige Tiere. Es gibt mehrere Unterarten (davon sind 2 ausgestorben) sind in ihrem Lebensraum stark vom Aussterben bedroht.

Der Sittich lebt paarweise oder in kleinen Gruppen. In dem Baumkronen ist er hervorragend getarnt und auf dem Boden scharrt er wie ein Huhn nach Nahrung, wie Wurzel und Knollen. Der Ziegensittich hat eine angenehme leise meckernde Stimme (ähnlich der einer Ziege) und ist daher ein angenehmer Stubenvogel. Er kann schnell zahm werden und sogar einige Wort sprechen lernen und pfeifen.

"Pauli"   

Maße und Geschlechtsunterschiede

Der Hahn ist größer und kräftiger als die Henne. Er hat einen bläulich-grauer Schnabel nach unten dunkler, sowie eine rote Stirnhaube mit einen Streifen hinter dem Auge (übers Ohr). Bei der Henne ist diese rote Stirn nicht so ausgeprägt und auch der Streifen hinter dem Ohr ist kürzer. Ebenso ist der Kopf wie der Schnabel insgesamt kleiner.           

Länge:     27-29 cm

Nach dem baden!

Umgebung und Verhalten   

Der Ziegensittich ist ein geselliger kleiner Papagei, der nicht alleine gehalten werden sollte. Er kann in einer Außenvoliere mit frostfreiem Innenraum bei 8-10 Grad den Winter verbringen. Eventuelle niedrigere Temperaturen verträgt er über kurze Zeit. Es sollte auch eine ständige Bademöglichkeit (z.B. größerer Blumenuntersetzer) für die kleinen "Wasserratten" vorhanden sein. Der Flug des Ziegensittich ist schnell und wellenförmig und wird von einer Gleitphase unterbrochen. Seinen meckernden Lauten verdankt er seinen Namen. In der Voliere sollte ein Sonnenplatz geboten werden, da der Ziegensittich unter die Sonnenanbeter zählt. Ebenso benötigt er natürlich eine Möglichkeit sich in den Schatten zurückzuziehen.

  "Blinky" 

Nahrung  

Das Hauptfutter des Ziegesittichs besteht aus einer guten Mischung Großsittichfutter, das aus einer kleinen Menge Sonnenblumenkerne, sowie verschiedene Sorten Hirse (hauptsächlich rote Kolbenhirse). Ebenso gerne nehmen sie Keimfutter und ständig frisches Obst und Gemüse (siehe Futter & Pflanzen). Besonders gerne werden auch die Beeren der Eberesche (Vogelbeeren) getrocknet und frisch genommen. Es sollten auch gelegentlich frische Zweige mit Blüten, Fruchtansatz oder reifen Früchten von Obstbäumen oder Weiden auch mit "Kätzchen" und Blättern zum Benagen angeboten werden. Nähere Infos unter "Nahrung".

Brut

Die Paare brüten in Baumhöhlen, Feldhöhlen oder in Erdhöhlen teilweise in der Zeit von August bis Januar (auf die Winterbrut sollte man allerdings wegen der Gefahr der Legenot verzichten). Der Ziegensittich ist sehr fruchtbar (bei 18 Grad brütet er ganzjährig, sollte aber nur 2 mal jährlich zugelassen werden!), weil in der Natur die Eier abhanden kommen und die Jungtiere während der Nestlingszeit äußerst gefährdet sind.  Der Nistkasten sollte aus unbehandeltem Holz, 20*20*30cm groß sein oder eine Baumstammhöhle mit Durchmesser von 25 cm. Das Einflugloch sollte 6cm-Durchmesser haben. Als einstreu verwendet man feine Hobelspäne die eventuell erneut eingefüllt werden muss, da die Henne es herauswirft. Ein Gelege besteht meist aus 5-6 Eiern, in Einzelfällen können bis zu 9 Eier in einem Gelege sein. Das bebrüten beginnt ab dem 2. Ei. Die Jungen schlüpfen nach 18-19 Tagen. Am 8. Tag offnen sie die Augen und am 12. Tag sind die Federkeile zu sehen. Nach insgesamt 35-42 Tagen fliegen die Jungen aus, werden aber noch 2-3 Wochen lang von den Altvögeln gefüttert. Als Zusatzfutter sollte während der Brut- und Aufzuchtszeit Multivatminpräperate (z.B. Quiko A-D-E-C) und Mineralstoffmischungen (Korvimin) sowie Keimfutter angeboten werden.

 "Charlett"(li.), "Pauli" (mi.) & "Paula":    "Pauli"  

Senden Sie E-Mail mit Fragen oder Kommentaren zu dieser Website an: michaela.geschke@vogelasyl.de 
Copyright © 2007 Vogelasyl - Private Vogelauffangstation
Stand: 02. Februar 2011